Twitter-Interview: Interview mit dem Bürgermeister von Heiligenhaus

Die Jugenreporter der städtischen Realschule Heiligenhaus interviewten im Rathaus den amtierenden Bürgermeister von Heiligenhaus, Michael Beck (CDU). Inspiriert vom Kurznachrichtendienst Twitter, stellten die Jugendlichen die Bedingung, die Antworten nicht länger als 280 Zeichen sein dürfen - für Politiker oftmals eine Herausforderung.

 

1. Was ist das für ein Gefühl, der Bürgermeister (von Heiligenhaus) zu sein?

Es ist eine große Ehre.

 

2. Warum haben Sie sich für das Amt des Bürgermeisters entschieden?

Weil ich glaube, der Richtige dafür zu sein.

 

3. Wie würden Sie diesen Beruf in drei Worten beschreiben?

Gestaltungsfreiheit, Verantwortung, Ehre.

 

 

4. Was gefällt Ihnen an Heiligenhaus?

Die Menschen.

 

5. Warum sind Sie der CDU beigetreten?

Weil diese Partei meiner Einstellung am Nächsten kommt.

 

6. Welche Bedingungen muss man erfüllen, um Bürgermeister (von Heiligenhaus) zu werden?

Man muss Deutscher im Sinne des Grundgesetzes sein. Man darf nicht vorbestraft sein. Man muss das aktive und passive Wahlrecht besitzen.

 

7. Welche Aufgaben haben sie als Bürgermeister?

Leiten, führen, kontrollieren und motivieren. Dinge nach vorne bringen.

 

8. Was gefällt Ihnen an dem Beruf?

Die Vielfältigkeit und die Verantwortung, die man trägt. Es ist einfach schön.

 

9. Was ist an dem Beruf anstrengend?  

Die langen Arbeitstage und die Termine an den Wochenenden.

 

10. Wie lang ist ein gewöhnlicher Arbeitstag?

Schwer einzuschätzen, aber zwischen 8-15 Stunden. Manchmal kommt man auch auf 70 Stunden in der Woche, besonders wenn man mehrere Sitzungen in der Woche und Termine am Wochenende hat.

 

11. Was sind Ihre Ziele mit der Stadt Heiligenhaus?

Dass die Stadt sich weiterhin so positiv entwickelt und ein guter Ort zum Leben für die Menschen ist.

 

12. Was ist der nächste Schritt in Ihrer politischen Laufbahn?

Keiner.

 

13. Welche Projekte planen Sie für Kinder und Jugendliche in der Stadt?

Weitere Kitaplätze und Offene Ganztags-Schulplätze.

 

14. Was halten Sie von dem großen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Heiligenhaus?

Es bereichert uns.

 

15. Welche Aufgaben konnten Sie nicht bewältigen bzw. gar nicht erledigen?

Viele Detailfragen klären, weil die Zeit dazu nicht ausreichte.

 

16. Fanden Sie die Politik vor ihrer Amtszeit in Heiligenhaus schlecht? Wenn ja, was genau daran?

Nein, nicht schlecht. Doch versuch ich es anders zu machen, so wie ich halt bin.

 

17. Was waren die schönsten Erfahrungen/Erfolge als Bürgermeister?

Als mich bei der Sprengung des Schornsteines hinter dem Rathaus einige Schüler, die mich durch meine Stellung als Schuldezernent kannten, freudig winkend begrüßt hatten. Das war eine neue und schöne Erfahrung für mich, so begrüßt zu werden. Ein Erfolg ist unser Schuldenabbau.

 

18. Welche Fehler haben Sie schon gemacht?

Sicher einige, doch fallen mir nun keine konkreten Beispiele ein. So richtig schiefgegangen ist noch nichts, aber dazu habe ich ja noch etwas Zeit

 

 

19. Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seitdem Sie Bürgermeister sind?

Ich bin ein ganz öffentlicher Mensch geworden.

 

20. Haben Sie offensichtliche Feinde bzw. Gegner in der Politik?

Feinde ist ein böses Wort. Es gibt immer Leute, die mit der Arbeit der Stadt nicht zufrieden sind. Das projiziert sich auf mich, da bei mir die Beschwerden eingereicht werden. Ich habe auch politische Gegner, die Dinge anders sehen als ich. Das ist alles Teil des Berufs.

 

21. Wie lange wollen Sie Bürgermeister bleiben?

Ich bin bis 2025 gewählt. Es ist von vielen Faktoren abhängig, ob ich danach weiterhin im Amt bleibe. Ich möchte noch eine Zeit lang hier Bürgermeister bleiben.

 

22. Wer gewinnt die Weltmeisterschaft?

Belgien.

Das Interview fand am 02.07.2018 im Rathaus Heiligenhaus statt und wurde von

Hendrik Weber, Julian Gentemann, Paul Grimm und Houda Ali durchgeführt.