"Aufbruch ins Ungewisse"- Wird Deutschland nicht mehr sicher sein?

Dieses Drama muss sich jeder ansehen, weil dies vielleicht unser Fall in der Zukunft sein könnte.

 

Der Film spielt Ende der 2020er- Jahre in Deutschland und Südafrika. Die Hauptfiguren sind Jan Schneider (Fabian Busch), seine Frau Sarah (Maria Simon) und Tochter Nora Schneider (Athena Strates). Sie haben deren Rollen sehr ernst genommen und haben sehr professionell gespielt, was sie auszeichnet.

 

 

Es geht darum, dass die Europäische Union zerfallen ist. Rechtsextremisten regieren ehemalige Mitgliedsstaaten. In Deutschland werden politisch Andersdenkende verfolgt. Der Anwalt Jan Schneider fürchtet erneut verhaftet zu werden, da er die Opfer staatlicher Enteignungen vertreten hatte. Aus diesem Grund flieht er mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Sohn auf einem Frachtschiff, das sie nach Südafrika bringen soll, dem einzigen Land, das noch Flüchtlinge aufnimmt. Doch sie werden auf dem Meer in Schlauchbooten ausgesetzt und kentern an der namibischen Küste. Der Sohn ist seitdem verschwunden. In Namibia werden europäische Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Deshalb entzieht sich die Familie der Registrierung und lässt sich von Schleppern in einem LKW nach Südafrika bringen. Dort wartet die Familie in einem Flüchtlingslager, um Asyl zu bekommen.

 

Besonders gefallen hat mir, dass es bei der Erzählstruktur mehrere Szenen gab, bei denen zurückgeblendet wurde. Durch den plötzlichen Szenenwechsel bleibt der Zuschauer gespannt und schaut weiter, um zu wissen was passieren wird. Dies war bei mir so. Die Farbgebung war eher natürlich, was mir sehr gefallen hat. Sie war auch sehr passend zu den Umgebungen im Film. Die Kostüme der Schauspieler haben sehr zu den Handlungen gepasst. Am Anfang war es normale Kleidung und danach war es schmutzige Kleidung mit Löchern, welche zu der Situation in dem Flüchtlingslager passt. Es war eine sehr gute Wahl, die Handlungen auf dem Meer, auf der Grenze von Namibia, in den Flüchtlingslagern zu spielen. Die Filmmusik hat mich sehr inspiriert. Sie passt sehr zum Film und hat die Szenen spannender gemacht.


Der Film war interessant und spannend. Der Inhalt des Films war verständlich und nachvollziehbar. Definitiv kann man sich in die Personen einfühlen, da es richtig schwer ist, sein Land zu verlassen, seinen Sohn zu verlieren und in so einer Situation zu leben. Die Länge des Films ist angebracht, weil es nicht zu kurz und nicht zu lang war. Das Ende des Films überraschte mich nicht, weil die Eltern wussten, dass sie dort ein gutes Leben haben können. Die Altersempfehlung war gerechtfertigt, weil der Film erst ab 6 Jahren ist und es keine schlimmen oder gruseligen Szenen gab.

 

Ich kann nur sagen, dass der Film mir richtig gefallen hat. Auch wenn es unmöglich ist, dass so etwas passiert. Durch diesen Film kann man verstehen, warum Menschen heutzutage nach Deutschland flüchten, und in welche Gefahr sie sich begeben, um ihre Familien zu schützen.

 

 

Name der Beteiligten Schauspieler: Fabian Busch, Maria Simon, Athena Strates, Ben Gertz, Anton Figl, Michael A. Grimm, Tan Ipekkaya, Nikola Kress                                                                                    Name des Regisseurs: Kai Wessel                                                                 

Filmgenre: Drama                                                                       

Produktionsland: Deutschland und Südafrika                                             

Erscheinungsdatum: 14.02.2018                                                                               

Länge des Films: 88 Minuten                                                                  

Einschaltquote: 3,08 Millionen                                                                 

Altersfreigabe: Ab 6 Jahren

                    Houda Ali