In eigener Sache: Vom Reisen mit der Bahn bei Sturm und neuer Verstärkung

Neben den regelmäßigen Workshops zu Grundlagen des Journalismus und der redaktionellen Arbeit rund um Fremdenfeindlichkeit und Extremismus hat unser Projekt für alle Teilnehmer vor allem ein super Highlight parat: Die Berlinreise mit professionellen Medienworkshops einmal im Jahr. So weit, so gut. Nicht ganz so gut aber, wenn die Reise genau an dem Wochenende eingeplant ist, wenn ein Orkan das Land und somit die Oberleitungen gerade in Nord und Ost niederlegt hat. Drei von unseren Jugendreportern haben die Reise Ende September trotzdem gewagt, und erhebliche Strapazen auf sich genommen: Birgül, Zehra und Aiman sind mit Jessica 11 (!) Stunden lang nach Berlin gefahren. Von Essen sollte es ursprünglich direkt nach Berlin gehen – doch die Jugendreporter aus Heiligenhaus strandeten wie tausend andere Reisende in Hannover. Von dort ging es dann nach langer Wartezeit Richtung Fulda und von dort aus nach Berlin. Soviel Durchhaltevermögen und Engagement wurde dann mit tollen Workshops und einem Besuch im Museum für Medien & Kommunikation sowie natürlich mit informellem Get-Together am Abend und in den Pausen belohnt.

Die erste Station war der Lernort „7xjung“. Hier trafen die Jugendreporter aus Heiligenhaus auf die „Kollegen“ aus Forst und Markkleeberg. Unter dem Motto „Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt“ werden hier unter anderem Workshops speziell für Jugendliche angeboten. In dem Workshop „Rassismus und Diskriminierung“ den die Jugendreporter besuchten, ging es um die Begriffe „Rassismus und Diskriminierung“ und deren Abgrenzung, um eigene Erfahrungen, die Erfahrungen anderer und die Möglichkeiten, insbesondere als junge Journalisten, aktiv zu werden gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Am Abend besuchten die Jugendreporter das „Festival of Lights“. Jedes Jahr im Oktober werden in ganz Berlin viele Wahrzeichen mit beeindruckenden bunten Lichtbildern inszeniert. Viele Künstler präsentieren ihre Lichtinstallationen, die oftmals Geschichten erzählen und den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Am nächsten Tag ging es in das Museum für Kommunikation in Berlin, ein altes, imposantes Gebäude, in dem sich früher das Reichspostmuseum befand. Wenn man das Museum betritt, geht man geradewegs auf einen wunderschönen Lichthof zu und wird freundlich begrüßt – nicht nur von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums, sondern auch von freundlich aussehenden Robotern im Retrolook, die sogar Fußball mit den Museumsbesuchern spielen können. In einer interessanten Führung lernten die Jugendreporter einiges über die mediale Geschichte: von Buchdruck bis Twitter und allem, was davor und dazwischen war. Und auch die Rolle der Medien als „vierte Gewalt“ wurde beleuchtet.

Die Rückfahrt verlief – wenn auch mit einer einstündigen Verspätung – um einiges entspannter. Und so blicken die Jugendreporter aus Heiligenhaus auf ein interessantes Wochenende mit neuen Bekanntschaften, interessanten Gesprächen und tollen Impressionen zurück. Wir glauben, dass diese Reise in Erinnerung bleiben wird, danken herzlich unseren Jungautoren, die mitgekommen sind und freuen uns, dass die Daheimgebliebenen beim nächsten Mal mitkommen möchten.

Fast gleichzeitig mit der Berlinreise wurde auch ein neues Schuljahr eingeläutet, und in dem haben wir die Zusammenarbeit mit der UNESCO Projektschule Heiligenhaus aufgenommen, einer engagierten Realschule im Kreis Mettmann, in der nun über zehn Jugendliche neu als Jugendreporter an den Start gegangen sind. Die Grundlagen des journalistischen Handwerks werden gerade erarbeitet und bald gibt es die ersten Werke ganz frisch auf dieser Seite – also bitte wieder hereinschauen, wir freuen uns!

Das Projektteam von Jugendreporter vor Ort, Heiligenhaus

Besucht auch gerne die digitale Schülerzeitung der Jugendreporter und aus Forst (Lausitz) unter www.bertasblog.com.

Impressionen