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Offenes Haus NRW!


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Eure Jugendreporter


Unser Aktueller Artikel


Gemeinsam gegen den Klimawandel Ein Erlebnisbericht von der #FridaysForFuture-Demo in Düsseldorf

 

Am Freitag, dem 15.März 2019, gingen einige Schüler der Realschule Heiligenhaus, inklusive mir und unserem Lehrer Herr Jansen, zur #FridaysForFuture-Demonstration nach Düsseldorf. Wir fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin und mussten noch einen kleinen Weg zu Fuß laufen bevor wir auf dem schon sehr vollen Rathausplatz eintrafen.

 

Als wir bei regnerischem Wetter auf das Rathaus zu liefen, sahen wir schon sehr viele Menschen auf dem Platz stehen. Am Rathauseingang hielt jemand eine Rede, da wir jedoch sehr weit hinten standen, verstanden wir sehr wenig.

 

Als die Menschenmenge sich dann in Bewegung setzte, zogen und demonstrierten wir mit. Zwischendurch hielten wir an und hörten uns noch zwei weitere Reden an und tanzten zu „Macarena“.

 

Wir zogen über den Grabbeplatz, ein Stück die Königsallee entlang, bis vor den Landtag. Auf dem Weg dorthin stimmten die Redner zu einigen Sprachchören an wie beispielsweise „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ und wir sangen sie logischerweise nach, um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Wir gingen durch verschiedene Wohngebiete, in denen Leute verdutzt aus den Fenstern sahen. Andere folgten uns sogar.

 

Am Landtag angekommen, erfuhren wir, dass der Landtag abgesperrt und mit genug Sicherheitsvorkehrungen in Form von bewaffneten Polizisten ausgestattet worden war. Anscheinend hatten die Politiker bereits mit vielen Demonstranten gerechnet. Von Einschüchterung war jedoch nichts zu erkennen. Dort hielten Monika Düker, die Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen und Carsten Löcker, verkehrspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der SPD, eine Rede. Die Reden waren der Schlusspunkt der #FridaysForFuture-Demonstration am 15.März 2019.

 

Abschließend kann ich sagen das es mir viel Spaß gemacht und dass ich neue Eindrücke zum Thema Klimawandel bekommen habe. Ein zweites Mal mitzulaufen wäre eine Selbstverständlichkeit für mich, da das Klima für mich eine durchaus wichtige Rolle spielt.

 

Paul Grimm

 

Wozu Artikel 13, wenn es keine Zukunft gibt?

 

Die Folgen, wenn Artikel 13 der Europäischen Urheberrechtsreform eingeführt wird, sind gar nicht mal so schlimm, wie es oftmals geäußert wird. Es wird lediglich ein Upload Filter eingeführt, der kopiergeschütztes Material abfängt, wenn zum Beispiel ein YouTuber ein Lied klaut und es in seinem Video veröffentlicht. Dass YouTube dadurch abgeschafft wird, was viele denken, ist jedoch nicht beabsichtigt.

 

Beim Klimawandel sieht das ganz anders aus – und viel schlimmer. Wenn wir in diesem Fall nichts dagegen unternehmen, passiert folgendes: steigende Meeresspiegel, Naturkatastrophen, Extremwetterlagen, Hitzewellen, Ernteausfälle, Verlust von Lebensraum, Artensterben, Zusammenbruch von Ökosystemen und dadurch verursachte und verstärkte Flüchtlingsströme.

 

Wie schlimm es letzten Endes werden wird, hängt davon ab, wie wir uns jetzt verhalten: Denn jeder einzelne kann direkt etwas für seine persönliche Klimabilanz tun.

 

Viele Politiker finden es jedoch lächerlich, dass Jugendliche weltweit auf Demos wie etwa FridaysForFuture gehen. So sagte zum Beispiel Christian Linder, Bundesvorsitzender der FDP: „Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen.“ Das sei vielmehr „eine Sache für Profis“, so Lindner.

 

Oder äußert sich darin etwa Kritik an einem mangelhaften Interesse der Jugendlichen am Klimaschutz? Denn gleichzeitig mit den aufkommenden FridaysforFuture-Demonstrationen haben auch viele Demos gegen Artikel 13 stattgefunden, zu denen zahlreiche Schüler auf die Straße gegangen sind und regelmäßig den Schulunterricht geschwänzt haben.

 

Was das Schlimme an der Sache ist, dass mehr Jugendliche zur Artikel-13-Demo gehen, statt zu einer Demonstration, die mit der Zukunft zu tun hat, ist, dass den Demonstranten zum großen Teil die Weitsicht auf die Bedeutung der beiden Themen fehlt: Was hat ein Schüler davon, wenn er ein paar Jahre ohne Probleme YouTube gucken kann, statt seinen Beitrag für die Sicherung der Zukunft zu leisten? Ganz genau! Nichts!

 

Mein Wunsch wäre daher, dass bereits Jugendliche ein Bewusstsein für die wichtigen, auch sie selbst betreffenden Probleme entwickeln – und dabei auch von Erwachsenen unterstützt und ernstgenommen werden.

 

Lino Roppelt